Schlafposition und Matratzenhärte: Der passende Untergrund
Die Wahl der Matratze wird oft nach Preis oder Marke getroffen, dabei entscheidet vor allem die Schlafposition über den nötigen Härtegrad. Wer auf der Seite schläft, braucht eine andere Unterstützung als jemand, der auf dem Rücken oder Bauch liegt. Der Körper hat in jeder Position unterschiedliche Kontaktpunkte zum Untergrund, und genau diese Punkte bestimmen, ob die Wirbelsäule gerade bleibt oder ob morgendliche Verspannungen entstehen.
Seitenschläfer machen den größten Teil der Bevölkerung aus. In dieser Position sinken Schulter und Becken tief in die Matratze ein, während die Taille weniger Auflagefläche hat. Eine zu harte Matratze drückt auf die Schulter und erzeugt einen unangenehmen Druckpunkt, eine zu weiche lässt die Hüfte absinken und verkrümmt die Wirbelsäule. Wer sich für Matratzen für jeden Schlaftyp interessiert, sollte deshalb auf eine mittelfeste bis feste Variante mit guter Punktelastizität achten, die Schulter und Becken einsinken lässt, ohne die Mitte durchhängen zu lassen.
Rückenschläfer brauchen eine gleichmäßige Unterstützung über die gesamte Körperlänge. Die Matratze muss die natürliche S-Kurve der Wirbelsäule stützen, insbesondere im Lendenbereich. Eine zu weiche Unterlage lässt das Becken absinken, eine zu harte erzeugt Druck an Fersen und Schulterblättern. Für diesen Typ eignet sich meist ein mittlerer Härtegrad mit fester Kernunterstützung und einer Oberfläche, die den Körper flächig trägt. Bauchschläfer hingegen liegen auf dem Bauch, wodurch der Kopf zur Seite gedreht wird und die Halswirbelsäule unter Spannung gerät. Hier ist eine eher feste Matratze sinnvoll, damit das Becken nicht durchhängt und die Lendenwirbelsäule nicht überstreckt wird.
Neben der Schlafposition spielen Gewicht, Körpergröße und individuelle Vorlieben eine Rolle. Ein Probeliegen von mindestens zehn Minuten auf der späteren Matratze zeigt mehr als jede Tabelle. Wer häufig die Position wechselt, fährt mit einem mittleren Härtegrad am besten, der sowohl Seiten- als auch Rückenlage abdeckt. Letztlich gilt: Die Matratze muss zu dem Körper passen, der auf ihr liegt, und nicht zu einem pauschalen Standard.