Alte Schränke aufwerten: neue Möbelgriffe als einfaches DIY-Projekt
Alte Schränke müssen nicht entsorgt werden, nur weil sie optisch nicht mehr zeitgemäß wirken. Oft reicht schon ein kleiner Eingriff, um aus einem unscheinbaren Möbelstück wieder einen Blickfang zu machen. Neue Möbelgriffe sind dabei eine der einfachsten und günstigsten Möglichkeiten. Für wenig Geld und mit minimalem Werkzeugaufwand lässt sich der Charakter eines Schranks komplett verändern – von rustikal über minimalistisch bis hin zu modern. Wer schon einmal versucht hat, passende Griffe zu kaufen, weiß allerdings, dass die Auswahl an Lochabständen verwirrend sein kann. Bevor man bestellt, sollte man daher den Abstand der vorhandenen Bohrlöcher exakt bestimmen, denn sonst passt der neue Griff nicht und das Projekt endet mit unnötigen Retouren. Eine hilfreiche Anleitung, wie man den Lochabstand richtig messen kann, findet sich auf sellitsmart.de, wo die gängigsten Maße und Fallstricke erklärt werden.
Der eigentliche Austausch ist dann schnell erledigt. In der Regel genügt ein Schraubendreher, manchmal auch ein Akkuschrauber, um die alten Griffe zu lösen. Wichtig ist, die Schrauben nicht zu fest anzuziehen, besonders bei dünnen Fronten aus Spanplatten oder MDF. Ein Stück Filz oder eine dünne Unterlegscheibe zwischen Griff und Front verhindert Kratzer und sorgt für einen sauberen Abschluss. Wer auf Nummer sicher gehen will, dreht die Schrauben zunächst nur handfest ein und prüft, ob der Griff gerade sitzt. Bei Schubladen empfiehlt es sich, die Griffe vor dem endgültigen Anziehen kurz zu testen, damit sie nicht schleifen oder verkanten.
Die Auswahl der neuen Griffe sollte zum Stil des Schranks und zum restlichen Raum passen. Zu einem Landhausstil-Schrank aus Kiefer passen antik gebürstete Metallgriffe oder Keramikknäufe, während ein geradliniger Schrank aus den 1970er-Jahren mit schlanken Stangengriffen aus Edelstahl oder mattem Schwarz moderner wirkt. Auch die Länge spielt eine Rolle: Zu lange Griffe können zierliche Fronten erdrücken, zu kurze gehen auf breiten Türen optisch unter. Ein Blick auf die Proportionen hilft bei der Entscheidung. Wer unsicher ist, kann zunächst einen Griff provisorisch anhalten oder mit Kreppband die Position markieren.
Ein weiterer Vorteil dieses DIY-Projekts ist seine Reversibilität. Wer die alten Griffe aufbewahrt, kann den Schrank jederzeit wieder in den Originalzustand versetzen. Das ist besonders praktisch bei Möbeln, die später verkauft oder vererbt werden sollen. Zudem lässt sich der Effekt mit wenig Aufwand auf mehrere Schränke im Haushalt ausdehnen – etwa in Küche, Flur und Schlafzimmer. So entsteht mit der Zeit ein stimmiges Gesamtbild, ohne dass man in neue Möbel investieren muss. Ein Nachmittag Arbeit reicht meist aus, um einen kompletten Schrank umzugestalten, und das Ergebnis wirkt oft wie ein Neukauf.