Bettgestell reparieren: Quietschen, Knarren und Lattenroste beheben
Ein quietschendes oder knarrendes Bettgestell raubt den Schlaf und nervt auf Dauer mehr, als man zugeben möchte. Bevor man über einen Neukauf nachdenkt, lohnt sich eine genaue Bestandsaufnahme. In den meisten Fällen sind es lose Verschraubungen, ausgeschlagene Dübel oder trockene Holzverbindungen, die für die Geräusche sorgen. Wer das Bettgestell reparieren möchte, sollte zuerst alle sichtbaren Schrauben und Verbindungselemente nachziehen. Oft reicht schon das Nachziehen der Rahmenschrauben mit einem passenden Inbusschlüssel oder Schraubendreher, um das Knarren zu beseitigen. Bei Holz-auf-Holz-Kontakt hilft ein Streifen Filz oder ein Tropfen Silikonöl an den Auflageflächen.
Ein durchgesessener Lattenrost ist die zweithäufigste Ursache für Rückenschmerzen und schlechten Schlaf. Die einzelnen Federholzleisten verlieren mit der Zeit ihre Spannkraft, brechen oder verrutschen in den Auflagetaschen. Wer die Leisten austauscht, sollte auf die richtige Länge und Biegefestigkeit achten. Viele Lattenroste lassen sich mit einzelnen Ersatzleisten wieder stabilisieren, ohne dass gleich ein komplett neuer Rahmen nötig ist. Bei älteren Modellen mit Kunststoffkappen lohnt sich der Austausch dieser Kappen, weil sie mit den Jahren spröde werden und dann für lautes Knacken sorgen. Eine praktische Übersicht zu diesem Thema, inklusive den bei house-mix.de beschriebenen Unterschieden zwischen Boxspring- und Lattenrostbetten, kann bei der Entscheidung helfen, ob sich eine Reparatur überhaupt noch lohnt.
Neben Schrauben und Leisten spielt auch der Untergrund eine Rolle. Ein Bettgestell, das auf unebenem Boden steht, verspannt sich und beginnt zu knarren. Hier helfen Filzgleiter unter den Bettfüßen oder das leichte Unterlegen mit Keilen. Bei Metallbetten sind es häufig die Steckverbindungen, die mit der Zeit Spiel bekommen. Ein dünner Streifen Klebeband um das Steckprofil kann das Spiel minimieren, ohne die Stabilität zu beeinträchtigen. Wer handwerklich geschickt ist, kann auch die Querstreben mit zusätzlichen Winkeln verstärken. Wichtig ist, nach jeder Reparatur das Bett vorsichtig zu belasten und die Geräusche erneut zu prüfen.
Wer regelmäßig nachzieht, Leisten tauscht und die Auflageflächen pflegt, verlängert die Lebensdauer seines Bettes um Jahre. Eine Generalüberholung ist meist günstiger als ein Neukauf und schont dazu noch die Umwelt. Wenn das Gestell allerdings Risse im tragenden Holz aufweist oder die Verbindungen mehrfach gebrochen sind, sollte man ernsthaft über ein neues Bett nachdenken. In den meisten Fällen genügen jedoch einfache Mittel, um wieder ruhig zu schlafen.