Offene Regale in Nischen verkleiden: Türen nachrüsten
Offene Regale in Nischen oder Wandvertiefungen wirken schnell unruhig, sobald sich Bücher, Ordner und Deko ansammeln. Staub setzt sich auf allem ab, und der Blick fällt unweigerlich auf das Durcheinander. Wer hier nachträglich eine Verkleidung anbringen möchte, hat drei realistische Optionen: Schiebetüren, Falttüren oder einen Vorhang. Alle drei lassen sich ohne großen Umbau montieren, unterscheiden sich aber deutlich in Preis, Platzbedarf und Alltagstauglichkeit.
Schiebetüren laufen entweder auf einer Schiene an der Decke oder auf einer Bodenschiene. Sie benötigen keine Freifläche vor dem Regal, weil die Flügel seitlich parallel verschoben werden. Das ist ideal für schmale Flure oder Nischen, in denen jede Türbewegung im Weg wäre. Nachteil: Bei einer Nische mit zwei seitlichen Wangen muss mindestens eine Seite Platz für den aufgeschobenen Flügel bieten, sonst verdeckt die Tür später benachbarte Möbel oder Lichtschalter. Falttüren wiederum falten sich beim Öffnen platzsparend zusammen und eignen sich für breitere Öffnungen, bei denen Schiebetüren zu schwer würden. Sie laufen meist oben in einer Schiene und brauchen unten lediglich eine leichte Führung. Wer sich unsicher ist, welche Variante zu welcher Nische passt, findet bei okaicom.de eine übersichtliche Entscheidungshilfe zum Nachrüsten von Schranktüren, die die wichtigsten Maße und Montageschritte erklärt.
Ein Vorhang ist die günstigste und flexibelste Lösung. Eine einfache Stange oder ein Seil, dazu ein Stoff in passender Länge, und die Nische ist in wenigen Minuten verdeckt. Der Vorhang schluckt optisch viel Unordnung, lässt sich leicht waschen und kann jederzeit ausgetauscht werden. Allerdings schützt er nicht vor Staub, und bei häufigem Zugriff auf die Regale kann das ständige Auf- und Zuziehen nerven. Für Kellerregale, Abstellnischen oder provisorische Lösungen ist er trotzdem eine praktische Wahl.
Vor der Montage lohnt sich eine genaue Messung der Nische: Breite, Höhe und Tiefe, dazu der Zustand von Decke und Boden. In Mietwohnungen sind Schiebetüren mit Klemmträgern oder Deckenschienen ohne Bohren möglich, während Falttüren meist fest verschraubt werden. Wer die Nische dauerhaft nutzen will, sollte außerdem prüfen, ob die Tür später noch vollständig öffnet, ohne an Heizkörper oder Steckdosen zu stoßen. Mit den richtigen Maßen und etwas Geduld lässt sich aus einem offenen Regal ein aufgeräumter, geschützter Stauraum machen, der sich nahtlos in den Raum einfügt.